Neuigkeiten

EHEALTH: NEUE WEGE, NEUE PARTNERSCHAFTEN

FlenseHealth Anwendung im Krankenhaus, ©Luis Louro, Fotolia.comburg, 02.10.2015 – Während in Deutschland seit 2006 erfolglos am Aufbau einer Datenautobahn gearbeitet wird, gibt es sie zum Beispiel in Estland schon mehrere Jahre. Ein Grund für Professor Dr. Roland Trill vom Institut eHealth und Management im Gesundheitswesen an der Fachhochschule Flensburg, Estland insbesondere die Hauptstadt Tallinn für eine Woche zu bereisen.

„Ob man es will oder nicht, die Informationstechnologien (auch eHealth genannt) werden im Gesundheitswesen weiter an Bedeutung gewinnen. Leider ist Deutschland schon lange kein gutes Anwendungsbeispiel mehr. Wenn wir sehen wollen, was geht und wie es umgesetzt wurde, muss man heutzutage zum Beispiel nach Estland, Dänemark oder Schweden reisen.“, fasst Professor Trill die aktuelle Situation zusammen.

Das Institut eHealth mit seinen Projekten hat es sich zum Ziel gesetzt, den Ausbau der eHealth-Anwendungen in Deutschland voranzutreiben. Dazu sind Studienreisen, wie diese nach Estland, von großer Wichtigkeit. „Zusammen mit Partnern aus dem Ostseeraum wollen und können wir aufzeigen, welchen Nutzen der einzelne Bürger von diesen eHealth-Anwendungen hätte, wenn, ja wenn sie auch in Deutschland häufiger zum Einsatz kämen! So gibt es gute Beispiele wie man die Versorgung in den ländlichen Bereichen auch nach dem Weggang von Ärzten auf einem hohen Versorgungsniveau erhalten kann. Dort in Estland stellt es kein Problem dar, seine auf einer der 800 vorgelagerten Inseln lebenden Bürger gut zu versorgen. Warum sollte das nicht auch bei uns, zum Beispiel für die Halligen oder Gemeinden ohne Landarzt möglich sein?“, stellt Professor Trill in den Raum.

Vor diesem Hintergrund wurden Gespräche mit Politikern, Unternehmen und Wissenschaftlern geführt. Darüber hinaus gehörten mehrere Vorträge an der Technischen Universität Tallinn zum Programm. „Es ist geplant, dass ein Kollege der Universität Tallinn im Frühjahr 2016 den Besuch erwidern wird. Es ist auch unser Ziel, den Austausch von Studierenden zu intensivieren. In diesem Sinne haben wir über virtuelle Arbeitsgruppen unserer Masterstudenten gesprochen, was wirklich eine spannende Perspektive eröffnet! Ich glaube, ich konnte auch den Studenten aus Tallinn einen Aufenthalt in Flensburg an unserer Fachhochschule schmackhaft machen! Letztendlich tragen alle diese Besuche dazu bei, unser Ziel, zu den besten und bekanntesten Hochschulen im Feld von eHealth in der Ostseeregion zu gehören, zu erreichen“, so Trill. Ein Kollege aus Tallinn hat uns dabei Mut gemacht „Ihr seid auf einem sehr guten Weg!“.